Antijudaismus bei Bach? Zum Umgang mit dem problematischen kirchenmusikalischen Erbe
Über die Veranstaltung
„Die Juden aber schrieen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!“ oder „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ – diese Chorszenen aus Passionsvertonungen von Johann Sebastian Bach gehen unter die
Über die Veranstaltung
„Die Juden aber schrieen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!“ oder „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“ – diese Chorszenen aus Passionsvertonungen von Johann Sebastian Bach gehen unter die Haut. Und sie verstärken antijüdische Narrative der christlichen Tradition.
Kirchenmusik ist Verkündigung. Können wir alte Musik aufführen, deren Inhalt konträr zu den theologischen Erkenntnissen, Beschlüssen und Handlungsoptionen der Ev. Kirche von Westfalen und vieler weiterer Landeskirchen stehen? Wie gelingt eine Aktualisierung der Stücke? Welche Verantwortung haben wir heutigen Ausführenden und Zuhörenden gegenüber?
Der Vortrag richtet sich an Chorleitende und Chorsänger:innen, Theolog:innen und kirchenleitende Menschen, die die Aufführungen der Passionen in ihren Gemeinden und Kirchenkreisen verantworten sowie an alle, denen die Musik Johann Sebastian Bachs am Herzen liegt..
Der Vortrag wird durch gemeinsam gesungene improvisatorische Verfremdungen des Chorals „Durch dein Gefängnis, Gottes Sohn“ aus der Johannespassion gegliedert. Anschließend besteht die Gelegenheit zum Austausch. Eine umfangreiche Materialsammlung steht zur Ansicht bereit.
Referentin: Christa Kirschbaum, Landeskirchenmusikdirektorin i.R. der EKHN
Moderation: Dr. Luise Metzler
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Zeit
Ort
Haus der Kirche, Bielefeld
Markgrafenstr. 7, Bielefeld, Deutschland 33602 Bielefeld, NRW

