Antisemitismus und Differenzkonstruktionen im Kontext des Religionsunterrichts – Empirische Befunde zur Perspektive von Grundschüler:innen
Der Beitrag von Janne Braband und Anna Körs (S. 119-140) aus dem Band „Antisemitismus in der Kindheit: Differenzkonstruktionen in pädagogischen Kontexten“ beschäftigt sich mit der Perspektive von Grundschüler:innen auf (religiös codierte) Differenz, Differenzkonstruktionen und Diskriminierung. Es werden Befunde aus dem Teilprojekt »Religiös codierte Differenzkonstruktionen im schulischen Religionsunterricht« vorgestellt, die zeigen, dass die Kinder religiöser Vielfalt mit viel Interesse und großer Offenheit begegnen, dass ihnen aber auch negative Stereotypisierungen, Diskriminierung und Ausgrenzungspraxen bekannt sind, die sie z.T. reproduzieren, aber auch kritisch reflektieren. In Bezug auf die Thematisierung von Judentum und Antisemitismus im Unterricht zeigt sich, dass antisemitische Fragmente z.T. unhinterfragt reproduziert werden. Die Ergebnisse verweisen auf die Notwendigkeit, im Religionsunterricht neben der Wissensvermittlung auch die Involviertheit der Kinder in Muster und Praxen von Abwertung, Ausschluss und Diskriminierung aufzugreifen und ein kritisches Augenmerk auf gesellschaftlich tradierte Stereotype zu legen (zitiert aus: Braband, Janne, Saba-Nur Cheema, Yasmine Goldhorn, Karen Körber, Anna Körs, Susanna Kunze, Benjamin Rensch-Kruse (Hg.) (2025): Antisemitismus in der Kindheit: Differenzkonstruktionen in pädagogischen Kontexten. Bielefeld: transcript. S. 14).
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