01.07.2026

Theologien in Beziehung – Rassismuskritik, Antisemitismuskritik und gemeinsame Lernräume

Vertrauen ist zu einem knappen Gut geworden. Gesellschaftliche Debatten verlaufen zunehmend entlang verhärteter Frontlinien, und auch in Kirche und Theologie treten Spannungen deutlicher hervor. Dies gilt insbesondere für die Auseinandersetzung mit Rassismus und Antisemitismus. Die Diskussionen der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie beide Themen voneinander getrennt und teils gegeneinander ausgespielt werden können.

Die Tagung »Theologien in Beziehung. Rassismuskritik, Antisemitismuskritik und gemeinsame Lernräume«, die im November 2025 in Berlin stattfand, nahm diese Herausforderung auf. Ihr Ausgangspunkt waren die Erfahrungen von Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus betroffen sind. Von hier aus wurden histoische, systematisch-theologische, religionspädagogische und praktische Fragen neu in den Blick genommen.

Die Beiträge dieses Bandes dokumentieren diesen Gesprächs- und Lernprozess. Sie machen deutlich, dass Rassismus- und Antisemitismuskritik keine Randthemen theologischer Arbeit sind, sondern grundlegende Fragen theologischer Erkenntnis, kirchlicher Praxis und religiöser Bildung berühren. Die vorliegende Dokumentation versteht sich daher nicht nur als Rückblick auf eine Tagung, sondern als Einladung, begonnene Gespräche weiterzuführen: in Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen, theologischen Fakultäten und kirchlichen Leitungs strukturen. Denn gemeinsame Lernräume entstehen nicht von selbst. Sie müssen gestaltet, geschützt und immer wieder neu eröffnet werden.

Einen Sonderdruck der Dokumentation können Sie hier bestellen. Diese epd-Dokumentation Nr. 27 und weitere epd-Dokumentationen erhalten Sie außerdem kostenpflichtig direkt beim Evangelischen Pressedienst (epd).