Juni, 2022

17Junganztägig19Was will Gott von mir?(ganztägig) Ev. Akademie Loccum, Münchehäger Str. 6, 30539 Hannover

Über die Veranstaltung

Jüdische und christliche Perspektiven auf Gebot und Freiheit. Tagung für Studierende der Theologie und Religionspädagogik

In Judentum und Christentum stellt die Beziehung des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen eine zentrale Herausforderung dar. In der Bibel mit ihren unterschiedlichen Geboten, in gelehrten rabbinischen Reflektionen und in christlicher Theologie wird dies – je nach Zeit und Kontext – formuliert und diskutiert.

Auf der Tagung soll mit der Frage „Was will Gott von mir?“ das Thema von Gebot und Freiheit für das heutige Leben von Jüdinnen*Juden, von Christ*innen bedacht werden. Welche konkrete Bedeutung haben Traditionen und Gebote für die Haltung
und die Handlungen im Alltag? Inwieweit stehen Freiheit des Menschen und Gebot in Spannung zueinander, auf welche Weise ergänzen sie sich? Wie werden Gebote interpretiert, wie werden sie heute im Judentum und im Christentum verstanden und gelebt? Konkret wird dies u.a. am Beispiel des Schabbat- und Feiertagsgebotes entfaltet.

Jüdische und christliche Gelehrte kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch. Dabei werden Unterschiede von jüdischer und christlicher Tradition, wie auch Differenzen innerhalb beider Religionen sichtbar.

Historisch hat das Christentum, insbesondere die lutherische Tradition, Gebot und Freiheit als Gegensatz begriffen. Es hat für sich die Freiheit in Anspruch genommen und Leben und Glauben im Judentum abgewertet. Wie christliche Perspektiven ohne
diese Abwertung formuliert werden können, stellt eine besondere Aufgabe dar, die gemeinsam reflektiert wird.

Zum Abschluss der Tagung wird erörtert, wie heute jüdische und christliche Perspektiven auf Freiheit und Gebot für die Gestaltung des eigenen Glaubens und das gesellschaftliche Leben fruchtbar werden können.

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